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Coaching im Gegensatz zur Psychotherapie
Die Psychotherapie hat andere Ansätze und Ziele als das Coaching
Eine Besonderheit des Coachings ist, dass der Coach ein gewisses Potenzial an betriebswirtschaftlichem Know-How mitbringt, um die Zusammenhänge der persönlichen Probleme des Coachees mit den betriebswirtschaftlichen Aspekten über einbringen zu können. Je vielseitiger der Coach ausgebildet ist und je mehr Berufserfahrung er mitbringt, desto besser wird das Coaching sein.Ein noch sehr wesentlicher Unterschied von Coaching zur Psychotherapie ist, dass der Coach auf gleicher Augenhöhe mit dem Coachee arbeitet. Dem Coachee wird also nicht vorgegeben, wie das Coaching verlaufen wird und welche Punkte dort angesprochen werden, sondern er legt es mit dem Coach gemeinsam fest. Das ist schon allein dadurch bedingt, dass der Coachee nicht krank ist und Hilfe als Kranker einfordert. Es soll ja die Unabhängigkeit gefördert werden, d. h. auch Lösungsstrategien sollen später möglichst vom Coachee alleine erarbeitet werden.
Ein nicht zu unterschätzender Unterschied vom Coaching zur Therapie ist der Kostenfaktor. Bei einer Therapie werden die Kosten meistens von den Krankenkassen getragen, wo hingegen die Kosten für ein Coaching von den selbst getragen werden müssen. Dadurch liegt auch auf der Hand, warum oftmals nur Manager in leitenden Positionen überhaupt ein Coaching in Anspruch nehmen. Die Dauer ist schon allein aus diesem Grund begrenzt und setzt auch hier wieder die Unabhängigkeit voraus, wobei eine Psychotherapie auch schon mal über viele Jahre gehen kann. Dies hängt dann vom jeweiligen Krankheitsbild ab.
Paradoxe Intention
26.10.2009
Die paradoxe Intention ist eigentlich die extra herbeigeführte Verstärkung von Symptomen. Die paradoxe Intention, auch oft fälschlicher Weise als paradoxe Intervention bezeichnet, wird seit den 70ger Jahren vor allem in der Verhaltenstherapie angewandt. Heute ist ihr Einsatz nur noch selten, da eine Kontrolle dieser Manipulation sehr schwierig ist. Bei der paradoxen Intention in der Verhaltenstherapie wird die sogenannte Symptomverschreibung angewendet. Dies wird am besten an einem Beispiel deutlich: Kommt jemand zu einem Therapeuten wegen Einschlafstörungen, so „verschreibt“ der Therapeut dem Patienten, dass er solange wach bleiben soll, wie er kann. In den meisten Fällen schlafen die Patienten innerhalb von 10 Minuten ein, wo sie sonst über Stunden keinen Schlaf gefunden haben. Grundsätzliches Ziel bei der paradoxen Intention ist es, dass der Patient sein Verhalten nicht mehr bekämpft, sondern das er es weiter auslebt und sogar noch steigert. Durch die paradoxe Verhaltensweise des Menschen kann man in vielen Fällen davon ausgehen, dass das Symptom über kurz oder lang ganz verschwindet. Man bekämpft quasi Feuer mit Feuer. Das ganze Prinzip ist allerdings auf Bewusstsein aufgebaut. Ist der Patient sich seiner Symptome oder deren Übertreibung nicht bewusst, funktioniert das Ganze nicht. Übrigens kann man die paradoxe Intention auch sehr gut bei Prüfungsangst anwenden. Hierzu versucht man sich bewusst zu werden, wie dumm man wirklich ist und welche Zumutung das sein muss, unsere Klausur zu korrigieren. Vielen ist dann schnell klar, dass sie gar nicht dumm sind und die Prüfungsangst schwindet. In diesem Fall sollte man aber anmerken, dass eine paradoxe Intention nur mit Humor funktioniert. Denn nur wer über sich selber lachen kann, ist am Ende der Gewinner der paradoxen Intention.
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