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Fehler in der Kindererziehung

In der Kindererziehung werden schwerwiegende Fehler immer wieder gemacht 

Fehler in der Kindererziehung
Fehler in der Erziehung durch Unsicherheit
Es gibt für ein Kind wohl kaum etwas, was schwerer einzuschätzen ist, als in der Erziehungsfrage unsichere Eltern. Diese Unsicherheit tragen aber viele Eltern täglich bei der Arbeit mit Kindern an ihre Kinder heran. Bei Auseinandersetzungen werden dem Kind Vorhaltungen gemacht. Diese bringen gar nichts, außer dass sie die Atmosphäre noch mehr vergiften. Auch Fragen nach dem Warum können nicht wirklich weiter helfen, weil einem Kind nicht bewusst ist, welches Verhalten sie wann an den Tag legen. Es ist die Aufgabe der Erwachsenen, sich diese Frage zu stellen und zu beantworten. Bitten sind bei Fehlverhalten völlig falsch, da man immer die Möglichkeit hat, eine Bitte abzulehnen, sonst wäre es ja keine Bitte. Möchten Sie also, dass Ihr Kind mit einem bestimmten Verhalten aufhört, sagen Sie ihm das und bitten Sie es nicht darum. Ebenso fatal sind Forderungen, die bei Nichterfüllung ohne Folgen bleiben. Warum sollte ein Kind Forderungen erfüllen, wenn es keine Konsequenz zu erwarten hat. Es wäre doch dumm, oder? Genauso wenig überzeugt eine angedrohte Konsequenz, die nie umgesetzt wird. Das Kind wird sich einzig und allein merken, dass nichts passiert ist, als es ungebührliches Verhalten gezeigt hat. Auch das Ignorieren von Fehlverhalten kann fatale Folgen haben. Zum einen wird dem Kind ja gar nicht mitgeteilt, dass sein Verhalten negativ ist und zum anderen erlangt es damit nicht die gewünschte Aufmerksamkeit und steigert sein ungebührliches Verhalten noch mehr.

Sie sollten versuchen, eine harmonische Basis für Sie und Ihr Kind zu schaffen. Dies gelingt natürlich nicht mit strengen Strafen und Drohungen. Diese verursachen nur Angst. Ebenso wie körperliche Gewalt. Ihr Kind ist Ihnen kräftemäßig unterlegen und wird sein ungebührliches Verhalten vielleicht nur aufgrund dieses Wissens unterlassen. Aber was ist, wenn sich das Kind irgendwann bewusst ist, dass es stärker ist als Sie oder irgendjemand anders. Vorwürfe und Beschimpfungen führen nur zu Verletzungen. Oftmals entstehen hier auch die Rachewünsche eines Kindes.



Verstärkerplan 

09.10.2009


Ein Verstärkerplan ist oftmals dann empfehlenswert, wenn ein Kind nicht das gewünschte Verhalten an den Tag legt. Bei einem Verstärkerplan bekommt das Kind Punkte für ein gewünschtes Verhalten. Die Punkte werden dann in sogenannte Verstärker umgewandelt. Wie man die Punkte sammelt und welche Verstärker es gibt, hängt individuell vom Kind und dessen Alter ab. Eine Faustregel bei einem Verstärkerplan heißt: Je kleiner das Kind, desto kurzfristiger die Verstärkung. Ein kleines Kind sollte also direkt nach dem gewünschten Verhalten einen Punkt bekommen, ein älteres Kind am Ende des Tages einen Gesamtpunkt, usw. Insgesamt sollte der Verstärker nicht nur aus materialistischen Dingen bestehen, sondern aus Belohnungen wie längeres Aufbleiben, Vorlesezeit, eine extra Runde auf dem Spielplatz usw. Der Verstärkerplan hat nicht nur den Vorteil, dass die Aufmerksamkeit des Kindes auf sein positives Verhalten gelenkt wird, sondern auch die Aufmerksamkeit der Eltern / Erzieher / Lehrer. Es gibt allerdings auch recht oft die Schwierigkeit, dass der Verstärkerplan alleine nicht hilft. Dann können zusätzlich noch negative Konsequenzen aus unerwünschtem Verhalten dazu gezogen werden. Auch hier sind diese Konsequenzen vom Kind und dessen Alter abhängig. Fernsehverbot zieht heute bei fast jedem Kind, sollte aber auch vom Alter abhängig gemacht werden. Hier ist es auch wirkungsvoll, dem Kind zu signalisieren, dass es sich alles an Annehmlichkeiten erarbeiten kann. Das heißt, dass es grundsätzlich kein Fernsehen gibt, es sein denn, es ist gut gelaufen. So kommt es nicht als Verbot für schlechtes Benehmen beim Kind an, sondern als Belohnung für adäquates Benehmen. Allerdings sollte man bei jedem Verstärkerplan darauf achten, dass man niemals erarbeitete Punkte wieder weg nimmt. Das demotiviert ein Kind und der Verstärkerplan zieht gar nicht mehr.


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